Donnerstag = Erntetag

Jeden Donnerstag ist Erntetag am Doni-Acker. Gerade in der gemüsereichen Sommersaison sind neben dem Hofteam auch fast immer Solawi-Mitglieder beim Ernten dabei:

Frühlingszwiebeln lockern

rausziehen

und (anonym) präsentieren

Sommerdusche für Sommergemüse I

Sommerdusche für Sommergemüse II

 

Es summt und brummt am Acker

Rund um den Acker sind ja viele Blühflächen angelegt, die Bienen und anderen Insekten Nahrung und Schutz bieten. Dort geht es grad ganz schön ab – die viele Sonne lockt nicht nur Mangold und Zucchini (leider auch Disteln und Löwenzahn) aus der Reserve, sondern auch die vielen Blumen auf den Blühwiesen.

Hier ein paar Impressionen:

 

 

Viele Bilder mehr finden sich in der Blumengalerie

Bei Sonne und bei Regen

Nachwuchs für die Hecke

Rund um den Donihof-Acker entsteht eine Hecke, um den Acker Schutz zu geben vor dem Wind und dem was die Nachbarn so verspritzen, aber auch um Vögeln, Insekten und anderen Tieren eine Heimat zu bieten.

Vieles was dort gepflanzt wird stammt aus dem Garten vom Donihof: Feld-Ahorn, Hollunder, Weide, Rosen. Und auch Haseln, diese schenkt uns die wunderschöne Korkenzieher-Hasel auf der Terrasse.

 

Da wir – das Hofteam – dieses Jahr in unserm Terrassenwald ein bißchen was eingesät und somit auch gegossen haben, hat uns die Hasel aktuell 26 kleine Haselchens geschenkt…

 

 

Leider bekommen wir da keine Korkenzieher wieder raus, dafür aber rotblättrige und grünblättrige. Jetzt werden sie bis in den Herbst in ihren Töpfchen gepflegt und dann können sie auf den Acker ziehen.

 

 

Wir freuen uns wenn ihr Büsche, Sträucher oder Bäume findet, damit wir diese auf den Acker pflanzen können. Aktuell sind noch Weiden- und Rosenstecklinge in Produktion – hierzu gibt’s bald Wort und Bild.

 

Auf dem Acker geht es weiter

Während momentan in vielen Bereichen wegen der Corona-Pandemie alles stillsteht, geht es auf dem Solawi-Acker gerade in großen Schritten weiter. Am Samstag waren einige fleißige Helfer*innen da und haben die Beete gemeinsam vorbereitet.

Dazu muss der Boden mithilfe der Esel aufgebrochen werden. Anschließend werden alle Pflanzen (sogenannte “Unkräuter”- besser Beikräuter) entfernt. Besonders die Disteln, die uns letztes Jahr zu schaffen gemacht hatten, wurden akribisch mitsamt Wurzel herausgesucht. Dann nochmal den Boden mit dem Esel striegeln, so dass die letzen Pflanzen und Wurzeln entdeckt werden. Dadurch werden die Zwiebeln, die bald in die Beete eingesetzt werden, dieses Jahr hoffentlich größer 😉

Zwischen dem Mulch (aus Heu) kann man schon die Salate vorlugen sehen. Auch Kohlrabi und Co sind schon auf dem Acker eingepflanzt worden und werden vor den frostigen Nächten mit dem Vlies geschützt. Gerade gibt es richtig viel zu tun auf dem Acker und ich freue mich schon drauf, wenn wir die ersten leckeren Salate und Radieschen kosten dürfen.

Es hat an diesem sonnigen Tag viel Spaß gemacht gemeinsam auf dem Acker zu arbeiten – natürlich mit Sichheitsabstand und Fuß-Gruß 😉

Von Bäumen und Sträuchern und dem Stimmungslupfer-Wind

Kurz durchgefröstelt hat es mich heut morgen im Bett bei dem Gedanken später auf’m Donihofacker zu stehen. Brrr! Topvermummt standen wir dann da.
Damit ihr mal einen Eindruck davon habt, wie der Wind den Acker trifft: Der Strauch vorne auf dem Foto ist nicht etwa umgeknickt, nein, der wächst so krumm und schief!
Aber genau aus diesem Grund haben wir die Hecken ja: Um den wertvollen Boden, die Pflanzen und die Eselfanten zu schützen.


Doch dann kam alles ganz anders heute: Der Wind pfiff uns zwar brutal um die Ohren, aber es war ein irgendwie witziger Wind. Nicht dieser miese, frostige Hundling von der Seite, in Kooperation mit bissig-pissigem Schneeregen, sondern eher so ein “Stimmungslupfer-Wind”. Wisst ihr was ich meine? Ein Huhu!-Wind. Ein “Ich lass dir alles um die Ohren fliegen, um dich zu beeindrucken!”-Wind. Mir hat dieses Rumgeschubse auf alle Fälle sehr viel Spaß gemacht.

Die Arbeit selbst bestand heute darin, den jungen Bäumen und Sträuchern in den Ackerrandhecken und Blühflächen wieder mehr Luft und Licht zu verschaffen. Wir suchten die Zwerge, die bald Riesen sind, zwischen dichter Färberkamille und dürrem Johanniskraut heraus und schnitten sie frei. Weiden, Holler, Kreuzdorn, Feldahorn, Apfel, Schmetterlingsflieder und sonstige Konsorten können nun weiter gegen den Wind zu Felde ziehen.

 


Heckenpflege-Action am Samstag 14. Dezember

Die Hecken brauchen wieder mal unsere Unterstützung!
Samstag, 14.12.19 Heckenpflege-Action zusammen mit der solidarischen Imkerei
Treffpunkt 10:45 an Gleis 16 vom Hbf München und Abfahrt 11:00 mit der Regionalbahn zum Heckenpflegespaß auf dem Acker. Es geht darum Teile der angelegten Hecken vom Unterwuchs zu befreien und weitere Pflegemaßnahmen vorzunehmen.

Ackerführungen am 10.8.19

 

 

Am Samstag, den 10.08.2019 möchten wir alle Interessierten um 12:00 und um 16:00 zu einem Rundgang auf den Acker- und Blühflächen der solidarischen Landwirtschaft am Donihof in Mammendorf einladen.

Wir stellen die Umstrukturierungsmaßnamen vom Maisacker zum Agrar-Biotop während der letzen beiden Jahre vor. Dazu gehören Blühflächen für Insekten, Vögel und Niederwild, Heckenanlagen, Obstbäume, Gemüsebeete und eine Eselweide. In unserem Konzept haben wir versucht die Bedürnisse von Menschen als auch von Landschaft und Tier- und Pflanzenwelt zusammen zu denken und Raum zu lassen.

Während und im Anschluss an die Begehung möchten wir zu einem Ideenaustausch hinsichtlich der zukünftigen Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Gelände einladen.

Gerne Brotzeit zum gemeinsamen Picknick mitbringen.

 

AG Bienenstich

Es hummelt auf dem Acker

Im zweiten Jahr blüht es nun wieder in unseren Blühstreifen am Donihofacker und siehe da: Es scheint auch die Diversität an Insekten zaghaft zuzunehmen. Hier ein kleiner bunter Eindruck, der uns viel Freude bereitet hat.

Peter von der AG Bienenstich

Vermutlich eine Gartenhummel (Bombus hortorum), die hochmotiviert alle vier von sich streckt, den Kopf tief in den Blütenkelch der Lichtnelke reckt und den Rüssel in den Nektar steckt. Dann sind ihr auch die Milben im Genick und in der Achselhöhle sowas von egal. (Auch Wildbienen können sehr stark unter Milbenbefall leiden.)

Wir wissen nicht welcher Winzling sich hier am Pollen labt. Wildbienen bestimmen ist schwierig. Sebastians Einschätzung erklärt ganz gut warum: “Anhand des Bilds fast unmöglich zu bestimmen. Die Größe (sitzt da auf einer Schafgarbe, oder?) deutet eher auf eine kleine Wildbiene hin. Man bräuchte wohl eine Nahaufnahme des Gesichts ohne Pollenbepuderung (evtl. Einordnung Maskenbiene) und / oder vom Ende des Hinterleibs (evtl. Einordnung Furchenbiene). Das Bild der Hylaeus signatus hier scheint mir halbwegs in die Richtung zu gehen: https://www.insekten-sachsen.de/Pages/Identification.aspx?ID=2000479 Wobei mich der eher etwas länglich erscheinende Hinterleib eher an eine Furchenbiene bzw. sogar Schmalbiene erinnert. Wie gesagt, echt schwer mit diesem Bild.

Vermutlich eine Gartenhummel (Bombus hortorum) Die selbe Hummel wie in 84. Wer sieht die Milbe?

Vermutlich die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria)

Vermutlich wieder die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria). Diesmal pollenbeladen.

Könnte eine Goldbraune Furchenbiene (Halictus subauratus) sein. Winziges, wunderschönes Tier pollenbepudert auf Schafgarbe sitzend.

Könnte wieder eine Goldbraune Furchenbiene (Halictus subauratus) sein.

Unmöglich auf diesem Foto zu identifizieren, aber dennoch fiel bei Sebastian und Peter der Tipp gleich aus: Auf den ersten Blick: Mauerbiene. Auf den zweiten Blick: Blattschneiderbiene wegen dem lustigen Hohlkreuzflug.

Distelfalter (wohl nicht amüsiert)

Honigbiene auf Weißklee

Honigbiene durch Phacelia lukend.

“Blauer Reiter auf quietschgelbem Nilpferd”. Bläuling auf gelbem Klee.

Ein Ast mit Augen? Nö. Eine Libelle. Diese haben ja neben den Nachtfaltern oftmals die schönsten Namen im ganzen Tierreich. Für mich aber bisher unmöglich zu bestimmen. Es handelt sich wohl um eine der vielen Schmallibellen. Fragend fotographieren wir voran!

 

Riesige Erdhummelkönigin (Bombus terrestris) bringt den Inkarnatklee zum Wanken.

Auch hier war sich der Sebastian nicht sicher: “Könnte eine Steinhummel (Bombus lapidarius) sein, aber ebensogut auch eine Wiesenhummel (Bombus pratorum). Letztere sind in der Farbgebung meines Wissens sehr variabel.”

240 Tomatenpflanzen in der Erde

Begleitet von “ergiebigem Dauerregen mit wechselnder Intensität” pflanzte die Allwetterbrigade “Paradiesapfel” am gestrigen und heutigen Tag insgesamt 240 Pflanzen u.a. der samenfesten Sorten Berner Rose, Black Cherry, Philamina, Goldene Königin, Dorenia, Ukrainia auf den Acker. Es folgen  noch 80 Pflanzen Green Zebra. Wenn sie nun noch die Widrigkeiten des Ackerlebens wie Kälte, Nässe, die Kraut- und Braunfäule oder den Wind überstehen, können sich die Solawi-Mitglieder ab Anfang/Mitte Juli auf leckere Paradeiser freuen.